Privatsache

ich packe meinen rucksack...


... und ich nehme mit: jede Menge wichtiger und nützlicher Dinge. Aber auch viele Altlasten, Spleens, Verrücktheiten und wundervolle Momente und Erinnerungen. In diesem Artikel möchte ich Dir erzählen, was es für mich bedeutet, meine Tasche (oder momentan meinen Lieblingsrucksack) zu packen, warum ich mehrere Taschen gleichzeitig gepackt habe und was das alles über mich und meinen Lebensstil verrät. 

Heute – ein ruhiger, grauer Gammelsonntag – ist genau der richtige Tag um mal wieder seine Tasche aufzuräumen. Oder in meinem Fall meinen momentanen Lieblingsrucksack von MONKI. Ich habe den Inhalt meines Rucksacks – gleichzeitig aber auch mich selbst – mal etwas genauer unter die Lupe genommen und für Euch mal zusammengefasst, was mich so in meinem Alltag begleitet.

 

Allerdings habe ich nicht nur täglich meinen schönen kleinen Rucksack über den Rücken geschnallt. Mein Rucksack muss sich seinen Dienst zwischendurch noch mit vielen weiteren Taschen und Beuteln teilen. Je nach Situation. Zum Beispiel liebe ich Stoffbeutel beim Einkaufen; habe eine große, blau-weiß-gestreifte Strandtasche, wenn ich zum Schwimmen gehe und für bestimmte Anlässe habe ich sogar einen Stoff-Rucksack bestehend aus 100en pinkfarbener Pailletten. Besonders wichtig sind aber neben meinem Monki-Rucksack meine Leder-Aktentasche fürs Büro und meine Sporttasche für meinen Tanz-Unterricht. 

Wie ihr gleich seht, kommt da einiges zusammen, was man ständig so mit sich rumträgt: Dinge, die man nicht im Kopf hat; Dinge, die man besser im Kopf hätte; Dinge, die man eigentlich nicht (im Kopf) benötigt; Dinge, die man ständig benötigt, damit der Kopf sich sicher und wohl fühlt; Dinge, die man für andere mit sicher herumträgt; Dinge gegen Kontrollverlust; Dinge gegen Schmerzen; schöne Dinge, mit tollen Erinnerungen; nützliche Dinge... und Dinge, die man als kleine Spielerei dabei hat um die Welt um sich herum auch mal ein wenig verzaubern zu können. 

 

Na, dann schauen wir doch mal in meinen Rucksack:

Mein Rucksack ist schlicht, modern, schwarz und hat genau die richtige Größe für meine Alltäglich-Dinge. Trotzdem habe ich noch nicht die perfekte Tasche oder Lösung gefunden, wie ich meine Sachen hyper-ordentlich darin aufbewahren kann, ohne, dass sie wild durcheinander fallen und man sie immer suchen muss. Ich bin ein furchtbarer Ordnungs-Nerd (ich sortiere sogar meine Klamotten im Schrank nach Farbe und Typ....) und hätte es am liebsten, wenn die Dinge einfach genau so in der Tasche liegen bleiben, wie man sie hineingelegt hat. Ein Griff an die richtige Stelle und schwups hat man das, was man gerade braucht. Leider ist das bei schönen Taschen nie so perfekt durchdacht (es gibt ja so tolle Taschen für Pragmatiker, aber die sehen ja leider nie cool aus. Was soll ich denn mit einer Militär-Camouflage-Beintasche mit 100 Fächern?). Also muss man ständig in der Tasche rumwühlen, bis man mal seinen Schlüssel oder das Handy darin gefunden hat. (Manchmal regt mich das ja so richtig dolle auf. Ich hab nur selten Ruhe oder Geduld für so einen Schnickschnack!)

 

Schlüssel und Handy, das sind zwei sehr wichtige Dinge in meiner Tasche. Daneben findet sich aber noch weitaus mehr Krimskrams, von dem ich glaube, ihn ständig dabei haben zu müssen. Die Realität sieht meist aber so aus, dass ich einen Teil der Dinge überhaupt nicht oder nur selten benötige. Ein Phänomen, das man nicht nur aus seiner Tasche kennt, sondern sich gerne mal über die ganze Wohnung ausbreitet und - nicht zu vergessen - meist auch im Kopf eine verdammt große Sache ist. Altlasten. Dinge, die man mit sich rumschleppt oder die sich irgendwo ansammeln, weil man sie aus den unterschiedlichsten Gründen nicht wegtun kann. Weil man Angst hat. Verlustangst. Angst zu vergessen. Oder weil man der Meinung ist, man könne sie sicher irgendwann noch mal benötigen (in ganz wenigen Fällen ist es auch wirklich so. Manche Kleidungsstücke z.B. , die  ich von meiner Mama habe, kann ich heute wieder tragen). Manchmal sind es Dinge voller Erinnerungen oder die Erinnerungen selbst, die im Kopf gestapelt sind. Viele gute. Aber auch viele schlechte. Die schlechten sind die, die man eigentlich nicht mehr wirklich braucht. So, wie man einige Dinge in seiner Tasche nicht wirklich braucht. Man schleppt sie mit. Sie könnten ja vielleicht mal nützlich sein. Zum Beispiel dafür sich selbst zu bemitleiden oder anderen Vorwürfe zu machen; sich selbst daran zu erinnern, wie tapfer man war... oder was auch immer. Aber wozu? Kann man die nicht einfach mal aussortieren?! Einfach so: aus den Augen, aus dem Sinn?! Warum halten wir immer an alten Dingen und Erinnerungen fest und quälen uns teilweise sogar damit? Stopfen uns voll, stapeln, sammeln und tragen alles auf den Schultern bis wir in irgendeiner Form zusammenbrechen. Physisch oder Psychisch. Wir sind halt einfach so! Das muss man so akzeptieren! Aber trotzdem ist es ab und an ganz sinnvoll mal auszumisten. Im Kopf, in der Wohnung, im Keller oder die Tasche. Und heute ist ein guter Tag, mal in der Tasche auszumisten. Alte vollgeschnodderte Taschentücher, Kinotickets, Bonbonpapier, Einkaufslisten und Co. wegwerfen und überprüfen, was man wirklich noch in seiner Tasche benötigt. 

 

Nun also endlich mal zum Inhalt. Ich trage täglich folgende Sachen mit mir rum:

Ganz wichtig mein Moleskine-Kalender, damit ich mir immer schön aufschreiben kann, was ich so zu tun habe. Was man nicht im Kopf hat, hat man im Moleskine. Daran geklemmt ist ein Kugelschreiber und im Kalender befindet sich noch von Taurus Journal ein Notizheft für Ideen, Skizzen und Co. Außerdem habe ich in der kleinen Tasche auf der letzten Seite des Kalenders meinen Impfausweis. Irgendwann sollte ich diesen mal mit zum Frauenarzt bringen und seitdem ist er darin. Vielleicht passiert einem ja mal was... dann wissen die Ärzte gleich, dass ich immer schön ordentlich beim Impfen war und Stubenrein bin. Dann ist da natürlich mein Portemonnaie. Das ist gefüllt mit vielen Karten und Ausweisen (u.a. auch mit einem Organspender-Ausweis!); wenig bis fast gar keinem Geld; Notfall-Aspirin, weil ich gerne mal plötzliche Migräne-Anfälle mit Aura und Doof bekomme; ein paar Fotos von Mami und Papi sowie meiner Schwester und meiner besten Freundin. Ebenfalls habe ich immer ein Etui mit Sonnenbrille dabei. Und das Etui mit meiner normalen Brille von Tommy Hilfiger darf auch nicht fehlen. Allerdings ziehe ich die Brille momentan sehr selten auf. Keine Ahnung, wieso. Ich sehe jetzt nicht wirklich so gut wie ein Adler (zumindest nicht auf dem rechten Auge. Das sieht eher so viel wie ein Maulwurf) und besonders zum Autofahren muss ich sie eigentlich immer tragen, aber gerade habe ich nicht so Lust auf Brille. Kontaktlinsen kommen jedoch gar nicht für mich in Frage! Ich hatte einmal in meinem Leben Linsen mit Farbe. Ich hatte türkisfarbene Augen. Das war schon irgendwie cool - und skurril. Aber dann ist mir die Linse mal hinter das Augenlied gerutscht und das fand ich sowas von ekelig... das brauche ich echt nicht nochmal!

 

Da kommen wir auch schon zum nächsten Objekt. Natürlich sind meine Autoschlüssel von Kiki's und meinem gemeinsamen Auto auch am Start. Wir fahren einen KIA Sportage. In weiß. Ein solides Auto, dass gerne so tut als sei es ein SUV. Also, er ist nicht klein, hat aber einen kleinen Motor und hat kein Geländefahrwerk, kostet in der Grundausstattung aber in etwa so viel wie ein Kleinwagen. Sehr sympathisch, weil der schon echt viel mitbringt in der Grundausstattung. Der Kia Sportage bietet viel Platz und – und das war das entscheidende Kriterium einen SUV zu kaufen, der aber nicht zu prollig ist und den wir uns auch leisten können: man hat einen etwas höheren Einstieg. Kiki hatte ja vor zwei Jahren einen Bandscheibenvorfall verbunden mit einer unschönen OP. Nun muss es alles ein bisschen Rückenschonender bei uns zu gehen.

 

Ganz wichtig ist für mich eine Powerbank dabei zu haben. Für meine regelmäßigen Instagram-Posts benötige ich viel Saft. Meine Powerbank ist von STILGUT. In rosa. Passend zu meinem iPhone, das immer in meinem Rucksack vergraben und gefüllt ist mit vielen tollen Fotos, Nachrichten, Bildbearbeitungs-, Facebook-, Amazon-, Asos-, Banking-, Musik-, Kalender- und Notiz-Apps und und und.... was man da so alles mit sich rumschleppt... Naja. Und dann habe ich noch Sagrotan-2in1-Desinfektionstücher sowie von Balea das Hygienehandgel dabei, damit ich mich vor all den gruseligen Monster-Viren schützen kann – Gefahr lauert überall wo man nur hinguckt. Manchmal gibt es Tage, da würde ich gerne von einer Sagrotanblase umgeben sein. Ich wasche und putze auch immer mit Sagrotan. Gott, was hat man nicht alles für First-World-Problems.... Eine Handcreme von Sôi darf auch nicht fehlen – ich hab immer voll trockene Haut und die Creme mag ich sehr gerne. Mein Dove-Mini-Deo ist fast leer und muss ich mal ersetzen. Die Extra-White Kaugummis von Wrigley sollen mir die Angst vor Mundgeruch nehme. Der Notfall- OB ... ist ja klar, wozu der da ist (gebraucht habe ich aber noch nie einen Notfall-OB, weil ich immer extra einen Tampon in die Hosentasche stecke, wenn ich meine Tage habe und unterwegs bin – ich bin halt ein Kontrollfreak!). Die Kokett-Taschentücher fangen Allergie-Schnodder, Tränen oder mal wieder meine Kleckerein auf – oder die von anderen. Man wird ja nicht selten gefragt, ob man gerade ein Taschentuch griffbereit hätte. Dann habe ich natürlich auch ein paar Visitenkarten von FREYMUTH dabei. Und Rosi ist seit Neustem auch ab und zu mit auf Reisen. Das Wichtigste überhaupt ist aber eine kleine Flasche mit bunten Glitzersternchen. Wenn die Welt oder irgendetwas mal wieder doof ist, dann kann man wenigstens Glitzer darüber streuen! (Konfetti im Herzen und so!) Aber trennen mag ich mich nicht wirklich von irgendeinem Inhalt. Ich brauche das doch irgendwie alles zwischendurch...manchmal eben auch nur in meinem Kopf. Zur Sicherheit. 

 

Schauen wir doch mal in meine beiden weiteren wichtigen Taschen. Da ist noch meine Leder-Aktentasche fürs Büro: Die habe ich von meinen Eltern mal zu Weihnachten geschenkt bekommen und ich mag sie wirklich sehr. Die kommt immer dann mit, wenn ich ins Büro oder zu einem Kunden fahre. Darin bewahre ich ein Notizbuch sowie ein Mäppchen von LIEBESKIND voll mit Stiften, Reise-Zahnbürste, Zahnpasta, nochmal OBs (wie gesagt, ich habe einen Kontroll-Spleen) und Feuerzeug auf. Außerdem hat mein Macbook Pro darin genug Platz sowie Unterlagen von Aufträgen oder auch mal ein Design- oder Coaching-Buch. Meine Sporttasche von DAKINE gebrauche ich für meine Tanzkurse: Gefüllt mit zwei Paaren Ballettschläppchen (rosa und schwarz) sowie Spitzenschuhen von BLOCH; Turnschuhen von Skechers – die mit der tollen Memory-Sohle; einem Deuserband; einer Schwitzhose von Intermezzo; ein paar Musik-CDs; Haribo für die Kids; Namenschildchen; Edding; Kreppband; Papier und Stifte sowie Unterrichtsmappen... Alles was man zum Unterrichten und Trainieren benötig. Auch hier kann ich nicht wirklich etwas ausmisten... Hm. 

 

Jooooaaar. Da kommt so einiges zusammen, was man regelmäßig von A nach B über C zurück nach D trägt und sich gar keine Gedanken darüber macht, was diese Dinge eigentlich wirklich bedeuten. Sie geben mir Hilfestellung. Ob im Job oder bei meinen kleinen Macken. Sie unterstützen mich. Sie machen mich aus. Sie sind ich und ich gebe ihnen einen ganz individuellen Sinn. So, wie mit den Dingen, die man immer so im Kopf mit sich herum trägt. Was man davon ausmisten kann, will oder muss... das ist manchmal gar nicht so leicht zu entscheiden und umzusetzen. Jedoch sollte man sich wirklich ab und an mal ein wenig Zeit dafür nehmen, mal etwas genauer hinzuschauen. Also: Was trägst Du denn so hier und da und überall mit Dir herum???? 

 

Alles Liebe

Deine SchNiike*

 

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